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Das Glanzstoff-Studio präsentiert den „Planet der Affen“
Foto: Glanzstoff/Uwe Schinkel

Kurz vorm Sommerloch

29. Juni 2017

Die Zukunft ist ungewiss, aber manches Schönes kommt wieder – Prolog 07/17

Nach dem Untergang der Zivilisation, eine Epidemie hat fast die Menschheit ausgelöscht, versammelt sich ein Häufchen dreckiger, traumatisierter Menschen auf einem fremden Planeten. Hier stoßen sie auf ein Volk hochintelligenter Affen, die auf Pferden reiten, sich per Zeichensprache verständigen – und keine Lust auf die Anwesenheit der merkwürdig haarlosen Verwandten haben. Nicht lange und ein offen ausgetragener Streit führt zum Krieg zwischen Mensch und Primat. In groben Zügen lässt sich so die Geschichte des mehrfach spektakulär verfilmten Stoffs „Der Planet der Affen“ erzählen. Die Glanzstoff Akademie der inklusiven Künste nimmt sich nun des Science-Fiction-Romans Pierre Boulles an. Markus Höller, Regisseur und Theaterpädagoge, stellt zusammen mit seinem Ensemble Fragen nach Macht, Ohnmacht und der Zuschreibung von kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Interessante Fragen und eine besondere Gruppe: Das Glanzstoff-Studio professionalisiert Menschen mit Handicap für Bühne, Film und Fernsehen.

Wer hat sich nicht schon mal gewünscht, wenigstens für einen Moment in die Zukunft sehen zu können? Oft besungen und bedichtet, ist die aufgeregt-bange Frage nach dem Morgen eine derjenigen, die sich facettenreich auf unterschiedlichen Ebenen bespielen lässt. Egal, ob Psychologen oder Philosophen sie zu beantworten versuchen, die Leerstelle bleibt die gleiche: Dem Fragesteller bleibt die Antwort verwehrt. Um eine in seinem Sinne positive Wendung des sogenannten Schicksals hervorrufen zu können, muss er aktiv werden. Stimmt also die Binse, jeder sei seines Glückes Schmied? Das Theater der Generationen der Wuppertaler Bühnen geht diesem Rätsel in der szenischen Kollage „Und morgen?!“ nach. In der Einrichtung, deren Ordnung Sylvia Martin übernommen hat, sucht die generationenübergreifende Gruppe Antworten auf ewige Fragen: Was bedeutet für uns Zukunft? Was erwarten, vor allem aber, was befürchten wir von ihr? Wie gestalten wir sie? In einer Mischung selbstverfasster und zitierter Texte startet die Rundreise zurück in die Zukunft, einem Loop im Karussell des Lebens, in dem morgen das Heute schon gestern ist und der für einen selbst so wichtige Moment für den Nachbarn nichts bedeutet. Und geht mal gar nichts mehr, tröstet Bertolt Brecht: „Wie alles, geht auch das vorbei.“

Und manches Schöne kommt wieder. Jahr für Jahr. Mit dem Sommer kommt das TalFlimmern. Für alle, die die vergangenen Episoden verpasst haben: Hierbei handelt es sich um mehr als bloß Kino gucken unter freiem Himmel. Vielfach ausgezeichnet, ist das TalFlimmern ein cineastisches Ereignis im lauschigen Hinterhof an der Gathe. Zum Auftakt tritt der Musiker Jan Röttger auf, anschließend gibt es Ridley Scotts legendäres apokalyptisches Drama „Blade Runner“ als Final Cut zu sehen. Bis zum 27. August läuft auf der Leinwand dann viel Hochgelobtes: Von Fatih Akins „Tschick“ über Andres Veiels „Beuys“ bis hin zu „Moonlight“, der bei der Oscar-Verleihung als bester Film prämiert wurde, und „La La Land“, dem dazu zumindest nicht viel gefehlt hat.

„Der Planet der Affen“ | R: Markus Höller | 1., 4.7. 19.30 Uhr, 2.7. 18 Uhr | Theater am Engelsgarten | 0202 563 76 66

„Und morgen?! – Eine szenische Kollage des Theater der Generationen“ | Sa 8.7. 19.30 Uhr | Theater am Engelsgarten | 0202 563 76 66

TalFlimmern | 14.7.-27.8. | Alte Feuerwache | talflimmern.de

 

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