Die berühmten Namen vermisst man in dieser Ausstellung im Düsseldorfer Museum Kunstpalast auch dieses Jahr – abgesehen von den üblichen Ausnahmen. Aber vermisst man sie wirklich?
Das Arp Museum im Bahnhof Rolandseck beeindruckt durch zumeist üppige Ausstellungen, welche sich etwa der Rheinromantik und den Erscheinungen der Natur in der Kunst widmen – die Arbeiten des „Ahnherrn“ dieses Museums, Hans Arp, kennzeichnet ja schon eine organische Formensprache.
„Flugsaurier“ – eine spontane Assoziation der Assistentin von Jürgen Grölle – ist ein zutreffender Vergleich für dieses raumgreifende Gebilde. Ein urtümlich wirkendes Geäst verhält sich zwischen Ausdehnung und Kontraktion. Es windet sich durch die Tiefe der Galerie, verzweigt und rankt sich empor und umreißt ein virtuelles Volumen, wie ein Schwarm in einem kreiselnden Sog.
Wer die Macht über die Bilder hat, bestimmt nicht nur die Interpretationshoheit von Information, sondern auch die Seriosität menschlicher Geschichte.
Die Künstler, die Tony Cragg einlädt, im Skulpturenpark seiner Stiftung auszustellen, verbindet einiges: Sie sind Bildhauer, und mit ihrer Kunst sind sie international angesehen. Natürlich treffen sie auf das Interesse von Cragg selbst, der die Kunst aus seiner Perspektive reflektiert.
Schon das ist ein Indiz: Die Remscheider Ausstellung von Peter Schmersal umfasst rund 80 Bilder aus mehreren Werkphasen und Motivgruppen, mit Schwerpunkt auf den letzten Jahren.
In Zeiten kulturpolitischer Hoffnungslosigkeit erscheint manchmal ein silbriger Streifen am Horizont, der ab und an auch einmal golden glänzt. Mit viel Lokalkolorit und guten Wünschen hat die Akademie der Künste der Welt jüngst ihre Arbeit aufgenommen und sich medienwirksam aktuell mit einem sogenannten „Festival zum Thema Beschneidung“ zu Wort gemeldet.
Vorhang auf für Peter Paul Rubens! Die Inszenierung im Von der Heydt-Museum orientiert sich am Thema der Ausstellung, kündigt Pracht an und teilt die Nähe der Malerei zu Hof und Gesellschaft mit.
Man kann nicht genug anerkennen, dass diese Ausstellung im Sparkassenforum tatsächlich stattfindet und wie sie umgesetzt ist. Schließlich war Hans Reichel, der Schriften-Entwickler, Musikinstrumente-Bauer und Musiker aus Wuppertal, im eigentlichen Sinne kein bildender Künstler.
Obzwar bei der Wuppertaler Kunst- und Museumsnacht etliche Orte anzusteuern waren: Die Besucher blieben. Die Ausstellung, die Isabel Kerkermeier in der Galerie von Jürgen Grölle zeigt, entschleunigt die Wahrnehmung.

„Wir haben für alle Sinne etwas zu bieten“
Kuratorin Katharina Günther über „Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!“ in Solingen – Sammlung 05/26
„Zurücklehnen und staunen“
Kurator Christian Höher über „Origins – Die Schönheit des Lebens“ im Wuppertaler Visiodrom – Interview 05/26
Subtil belichtet
Johanna von Monkiewitsch im Essener Kunstverein Ruhr – Kunst 04/26
„Der Mensch ist eher ein Nebendarsteller“
Kuratorin Anna Storm über die Ausstellung „Carl Grossberg“ im Von Der Heydt Museum – Sammlung 04/26
Lebenswerk in Farbe
Rupprecht Geiger in Hagen – Kunst 03/26
„Sie hat sich nie auf eine Form festgelegt“
Geschäftsführer Christian Koch über „Emotion in Motion“ im Skulpturenpark Waldfrieden – Sammlung 03/26
„Die Forscher:innen haben Ideen zu Kunstwerken eingebracht“
Leiterin Katja Pfeiffer über„Effort + Flow“ in der Kunsthalle Barmen – Sammlung 02/26
„Der Bildautor ist mit in die Gemeinschaft gerückt“
Kuratorin Linda Conze über „Community“ im Düsseldorfer Museum Kunstpalast – Sammlung 01/26
„Matratzen, Kinderspielzeug und aufblasbare Formen“
Kuratorin Beate Eickhoff über die Ausstellung von Jaana Caspary im Von der Heydt-Museum – Sammlung 12/25
Unter Ruhris
Brigitte Kraemer in Essen – Kunst 11/25
„Sich endlich auch mal langweilen“
Leiterin Katja Pfeiffer über „Ex Nihilo – Prozesse künstlerischer Arbeit“ in der Kunsthalle Barmen – Sammlung 11/25
„Die Freiheit der Geste“
Direktor Rouven Lotz über „InformElle Künstlerinnen der 1950er/60er-Jahre“ im Hagener Emil Schumacher Museum – Sammlung 10/25
„Absurd und bewusst irritierend“
Kuratorin Inke Arns über „Genossin Sonne“ im Dortmunder HMKV – Sammlung 09/25
„Kunst voller Widersprüche“
Kuratorin Felicity Korn über die Ausstellung zu Hans-Peter Feldmann in Düsseldorf – Sammlung 09/25
„Es ist schon wichtig, dass es Erklärungen gibt“
Die Kuratorin Judith Winterhager über „Sex Now“ im Düsseldorfer NRW Forum – Sammlung 08/25
„Wuppertal war eine wichtige Etappe für Eberts Aufstieg“
Der Historiker Reiner Rhefus über die Ausstellung „Friedrich Ebert und seine Zeit“ – Interview 08/25
Trotzdem happy
„Do Worry Be Happy“ in der Kunsthalle Barmen – kunst & gut 07/25
„Der Beton ist natürlich sehr dominant“
Die Kurator:innen Gertrud Peters und Johannes Raumann zu „Human Work“ in Düsseldorf – Sammlung 07/25
„Kein ausschließlich apokalyptischer Nachklang“
Kuratorin Katja Pfeiffer über „Do worry, be happy“ in der Kunsthalle Barmen – Sammlung 06/25
„Wir lieben Heldengeschichten“
Nelly Gawellek von der Kölner Anna Polke-Stiftung über „Nachstellung“ im VdH-Museum – Sammlung 05/25
„Menschen, die ihre Endlichkeit im Gesicht tragen“
Direktor Jürgen Kaumkötter über die Ausstellung zu Marian Ruzamski im Solinger ZfvK – Sammlung 05/25
Harter Stoff
Peter Buggenhout in Wuppertal – kunst & gut 04/25
Hannibal, ungeschönt
Latefa Wiersch im Dortmunder Kunstverein – Kunst 03/25
„Alltägliche Dinge, die uns fremd werden“
Kurator Fritz Emslander über „Zusehends“ von Eric Lanz im Museum Morsbroich – Sammlung 03/25
Geschichten des Lebens
Anna Boghiguian im Kölner Museum Ludwig – Kunst 02/25