In Zeiten kulturpolitischer Hoffnungslosigkeit erscheint manchmal ein silbriger Streifen am Horizont, der ab und an auch einmal golden glänzt. Mit viel Lokalkolorit und guten Wünschen hat die Akademie der Künste der Welt jüngst ihre Arbeit aufgenommen und sich medienwirksam aktuell mit einem sogenannten „Festival zum Thema Beschneidung“ zu Wort gemeldet.
Vorhang auf für Peter Paul Rubens! Die Inszenierung im Von der Heydt-Museum orientiert sich am Thema der Ausstellung, kündigt Pracht an und teilt die Nähe der Malerei zu Hof und Gesellschaft mit.
Man kann nicht genug anerkennen, dass diese Ausstellung im Sparkassenforum tatsächlich stattfindet und wie sie umgesetzt ist. Schließlich war Hans Reichel, der Schriften-Entwickler, Musikinstrumente-Bauer und Musiker aus Wuppertal, im eigentlichen Sinne kein bildender Künstler.
Obzwar bei der Wuppertaler Kunst- und Museumsnacht etliche Orte anzusteuern waren: Die Besucher blieben. Die Ausstellung, die Isabel Kerkermeier in der Galerie von Jürgen Grölle zeigt, entschleunigt die Wahrnehmung.
Mit Vernissagen, Performances und Führungen lockte am 8. September die Wuppertaler Kunst- und Museumsnacht. Eine engels-Autorin wandelte im Von-Der-Heydt-Museum auf den Spuren Italiens.
Eine Ausstellung wie ihr Thema. „Bella Italia“ kommt leicht und leichthin daher, edel im Blau der Wände bei gedämpftem Licht, in dem die wenigen Gemälde hell angestrahlt sind. Mit der linearen Hängung der Fotos und Malereien in der großzügigen Präsentation ist dies die richtige Ausstellung für die Sommerzeit.
Am stärksten ist Christian Hellmich im großen Format. Eine Wucht ist das Gemälde „Treppe III“ aus dem Jahr 2007, das sich als Leihgabe im Von der Heydt-Museum befindet und dort schon früher ausgestellt wurde.
Direkt gegenüber ragt der Alex in die Höhe. Vom Atelier auf einem Terrassengeschoss an der Karl-Liebknecht-Straße blickt man allerdings auch auf die desolate städtebauliche Szenerie. Monoton, rau wirken die Funktionsbauten.
Der gebürtige Stuttgarter Klaus-Martin Treder ist in seinen Bildern alles: konfus, ordentlich, nüchtern und romantisch. Und das meistens alles gleichzeitig.
Das eine schließt das andere nicht aus. Der Skulpturenpark Waldfrieden mit seinem Leiter Tony Cragg stellt, in Zusammenarbeit mit der Galerie Dierk Dierking, afrikanische Figuren und Masken als herausragende ästhetische Formulierungen vor.

„Jemand, der den Finger in die Wunde steckt“
Kuratorin Felicity Korn über die Retrospektive „Immendorff“ im Kunstpalast Düsseldorf – Sammlung 10/26
„Wir sind stolz, dass wir auch Heidi in der Ausstellung haben“
Kuratorin Nana Tazuke-Steiniger über die Ausstellung „Asia Pop“ im NRW-Forum Düsseldorf – Sammlung 09/26
„Licht zieht Menschen an“
Direktor John Jaspers über „Light Dialogues“im Zentrum für internationale Lichtkunst in Unna – Sammlung 07/26
„Viele Möglichkeiten, fröhlich mitzumischen“
Kuratorin Katja Pfeiffer über „Merry Company“ in der Kunsthalle Barmen – Sammlung 06/26
„Wir haben für alle Sinne etwas zu bieten“
Kuratorin Katharina Günther über „Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!“ in Solingen – Sammlung 05/26
„Zurücklehnen und staunen“
Kurator Christian Höher über „Origins – Die Schönheit des Lebens“ im Wuppertaler Visiodrom – Interview 05/26
Subtil belichtet
Johanna von Monkiewitsch im Essener Kunstverein Ruhr – Kunst 04/26
„Der Mensch ist eher ein Nebendarsteller“
Kuratorin Anna Storm über die Ausstellung „Carl Grossberg“ im Von Der Heydt Museum – Sammlung 04/26
Lebenswerk in Farbe
Rupprecht Geiger in Hagen – Kunst 03/26
„Sie hat sich nie auf eine Form festgelegt“
Geschäftsführer Christian Koch über „Emotion in Motion“ im Skulpturenpark Waldfrieden – Sammlung 03/26
„Die Forscher:innen haben Ideen zu Kunstwerken eingebracht“
Leiterin Katja Pfeiffer über„Effort + Flow“ in der Kunsthalle Barmen – Sammlung 02/26
„Der Bildautor ist mit in die Gemeinschaft gerückt“
Kuratorin Linda Conze über „Community“ im Düsseldorfer Museum Kunstpalast – Sammlung 01/26
„Matratzen, Kinderspielzeug und aufblasbare Formen“
Kuratorin Beate Eickhoff über die Ausstellung von Jaana Caspary im Von der Heydt-Museum – Sammlung 12/25
Unter Ruhris
Brigitte Kraemer in Essen – Kunst 11/25
„Sich endlich auch mal langweilen“
Leiterin Katja Pfeiffer über „Ex Nihilo – Prozesse künstlerischer Arbeit“ in der Kunsthalle Barmen – Sammlung 11/25
„Die Freiheit der Geste“
Direktor Rouven Lotz über „InformElle Künstlerinnen der 1950er/60er-Jahre“ im Hagener Emil Schumacher Museum – Sammlung 10/25
„Absurd und bewusst irritierend“
Kuratorin Inke Arns über „Genossin Sonne“ im Dortmunder HMKV – Sammlung 09/25
„Kunst voller Widersprüche“
Kuratorin Felicity Korn über die Ausstellung zu Hans-Peter Feldmann in Düsseldorf – Sammlung 09/25
„Es ist schon wichtig, dass es Erklärungen gibt“
Die Kuratorin Judith Winterhager über „Sex Now“ im Düsseldorfer NRW Forum – Sammlung 08/25
„Wuppertal war eine wichtige Etappe für Eberts Aufstieg“
Der Historiker Reiner Rhefus über die Ausstellung „Friedrich Ebert und seine Zeit“ – Interview 08/25
Trotzdem happy
„Do Worry Be Happy“ in der Kunsthalle Barmen – kunst & gut 07/25
„Der Beton ist natürlich sehr dominant“
Die Kurator:innen Gertrud Peters und Johannes Raumann zu „Human Work“ in Düsseldorf – Sammlung 07/25
„Kein ausschließlich apokalyptischer Nachklang“
Kuratorin Katja Pfeiffer über „Do worry, be happy“ in der Kunsthalle Barmen – Sammlung 06/25
„Wir lieben Heldengeschichten“
Nelly Gawellek von der Kölner Anna Polke-Stiftung über „Nachstellung“ im VdH-Museum – Sammlung 05/25
„Menschen, die ihre Endlichkeit im Gesicht tragen“
Direktor Jürgen Kaumkötter über die Ausstellung zu Marian Ruzamski im Solinger ZfvK – Sammlung 05/25