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Das Trondheim Jazz Orchestra im Loch
Das

Große Palette an Kulturformaten

05. Februar 2024

Das sozio-kulturelle Zentrum Loch in Wuppertal – Spezial 02/24

In Elberfeld entfernt klebt ein nicht gerade hübsch anzusehender Betonklotz am Hang. Am Haupteingang ist die eintönig-graue Fassade mehrlagig mit Veranstaltungspostern tapeziert. Drinnen fällt direkt rechts eine spielbereite Tischtennisplatte auf. Dahinter befindet sich eine Sitzecke mit Sesseln von anno dazumal, die zum Plausch einladen. Stolz führt Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter Maik Ollhoff durch das sozio-kulturelle Zentrum mit dem griffigen Namen Loch. Geradeaus verbreitet der Veranstaltungsraum behagliche Club-Atmosphäre. Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass sich die Technik auf dem neuesten Stand befindet: Lautsprecher, Mikrofone, Lampen sind optimal auf den Ort abgestimmt. Hinzu kommen ein modernes digitales Mischpult, eine computergesteuerte Lichtanlage und ein umfangreicher DJ-Desk.

Das Loch bietet eine große Palette an Kulturformaten an. Der „Jazz Club“ bietet Konzerte mit Jazzgrößen, talentiertem Nachwuchs und Musikern, deren Namen noch nicht in aller Munde sind. Zum „Chor im Loch“ kann ausnahmslos jeder kommen, der Spaß am singt hat. Auch Amateure können zur „Leseprobe“ gehen, um ihre selbst geschriebenen Texte vorzutragen. Mit „Tumult“ sind Abende überschrieben, an denen sich jeder an einer Musiksession beteiligen will. „Momentum“ bietet die Möglichkeit, sich in Form von Jamsessions mit elektronischer Musik auseinanderzusetzen. „Offen:Bar“ findet freitags und samstags statt. Dann kann man sich austauschen, während DJs mit den Turntables hantieren. Auch Ausstellungen werden nicht vernachlässigt. Der diverse Verein Yaya hat hier seine Heimat gefunden. Ganz neu ins Leben gerufen ist die „Höhle“: Kinder im Alter von einem bis fünf Jahren sind mit ihren Eltern zur musikalischen Frühpädagogik eingeladen. Dazu finden Kooperationen mit der Wuppertaler Oper und dem Von der Heydt-Museum statt. In diesem Rahmen treffen sich Menschen, die neugierig auf innovative, experimentelle wie tradierte Kulturformen jedweder Couleur sind.

Seit fast sieben Jahren existiert das Loch, dessen Ursprung im Festival Sommerloch liegt, das ab 2010 bis zur seiner Gründung anno 2017 stattfand. Viel erreicht hat seit dieser Zeit das Team um Ollhoff. Auf die Aktivitäten wurde bereits 2018 die Kulturstaatsministerin aufmerksam. Seitdem heimste der Treffpunkt mehr als einmal Preise des renommierten Applaus-Awards in den Kategorien Beste Livemusikprogramme und Gleichstellung ein.

Hartmut Sassenhausen

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