Ziemlich genau 45 Jahre alt sind die Menschen in Deutschland durchschnittlich. Ein reifes Land, könnte man meinen, denn die allermeisten haben Adoleszenz und Pubertät lange hinter sich, also die psychosoziale und die körperliche Entwicklung in der Jugend.
Die Fähigkeit, sich politisch zu orientieren und zu wählen, stellt sich nicht plötzlich mit dem 18. Lebensjahr ein. Dafür braucht es mehr – und natürlich geht es auch früher.
Viele Menschen halten den Gang zur Wahlurne für verzichtbar – oder für vergeblich. Wie es hier um die Motive junger Menschen steht, erklärt der Demokratieexperte Jonathan Hoffmann im Interview.
Seit über 30 Jahren stellt das Projekt Jugendlichen die Mittel bereit, um eigene Kurzfilme zu produzieren. Das Medium Film erweist sich dabei auch als ideal, um junge Perspektiven in gesellschaftliche Debatten einzubringen.
Niemand behauptet, es gäbe ein perfektes Schulsystem. Auf der Hand liegt aber auch, dass unsere Schulen vieles besser machen könnten und müssen, um Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden.
Dass Jugendliche und Erwachsene verstärkt in Konflikte miteinander geraten, gehört zum Erwachsenwerden. Die Pädagogin Inke Hummel erklärt, worauf es in dieser Phase ankommt.
In der Werkstattschule des Sozialverbands bekommen schulmüde Jungen die Chance, Freude am Lernen zu entdecken und Perspektiven für Leben und Beruf zu entwickeln.
Angesichts schwerster Straftaten von sehr jungen Menschen, mehren sich Forderungen, die Strafmündigkeit auf das 12. Lebensjahr zu senken. Damit wäre niemandem geholfen. Politiker und Parteien lenken mit solchen Forderungen vielmehr davon ab, wie sehr ihre Politik die Belange von Kindern und Jugendlichen ignoriert.
Angesichts erschütternder Fälle von Jugendkriminalität werden Rufe nach einer früheren Strafmündigkeit laut. Die Kriminologin Nadine Bals erteilt solchen Forderungen im Interview eine Absage.
Erschütternde Fälle von Jugendgewalt veranlassen Politiker, härtere Gesetze zu fordern. Der Pädagoge und Jugendarbeiter Michael Erz empfiehlt dagegen, die Gesellschaft stärker in die Verantwortung zu nehmen.

Wohnträume
Intro – Das große Versagen
Die Demokratie endet mit einem Wimmern
Teil 1: Leitartikel – Politik muss begreifen: Die Bevölkerung ist systemrelevant
„Deutschland ist ungleicher geworden“
Teil 1: Interview – Soziologin Bettina Kohlrausch über Armut, Existenzängste und Sozialstaat
Entlastung ist nur ein Anfang
Teil 1: Lokale Initiativen – Kindertal-Vorsitzende Susanne Bossy über Kinderarmut in Wuppertal
Von Vorwand zu Vorwand
Teil 2: Leitartikel – Politik ist nicht getrieben, sie lässt sich einspannen
„Für die Parteien steht viel auf dem Spiel“
Teil 2: Interview – Politologin Dorothée de Nève über Identität und Konsens in der Politik
Helfen statt Ausgrenzen
Teil 2: Lokale Initiativen – Das Interkulturelle Zentrum in Köln-Nippes
Die Natur nimmt sich Zeit – die wir nicht haben
Teil 3: Leitartikel – Über Naturschutz, Wirtschaft und politische Kurzsichtigkeit
„Die Einschläge kommen näher“
Teil 3: Interview – Politologe Reinhard Loske über Naturschutz und wirtschaftliche Interessen
„Fellnasen“ im Wohnzimmer
Teil 3: Lokale Initiativen – Bochumerin hilft ehrenamtlich Fledermäusen
Neues Vertrauen
Digitale Bürgerbeteiligung – Europa-Vorbild Spanien
Ist die Welt erst ruiniert …
Gut erzählt ist auch Ungerechtigkeit eine spannende Geschichte – Glosse
Empathie-Expertise
Intro – Bonus-Level
Um die Existenz spielen
Teil 1: Leitartikel – Was Videospiele mit der Wirklichkeit zu tun haben
„Es gibt aufklärerische Spiele“
Teil 1: Interview – Historiker Nico Nolden über Politik und Geschichte in Videospielen
Was Karten verraten
Teil 1: Lokale Initiativen – Bildungsforscher Michael Morawski über Gaming und Geographiedidaktik
Virtuelle Resonanz
Teil 2: Leitartikel – Videospiele in der Psychotherapie
„Spiele einfach genießen“
Teil 2: Interview – Psychologin Silke Lux über gesundheitliche Wirkungen von Videospielen
Spielen gegen Radikalisierung
Teil 2: Lokale Initiativen – Das Kölner Videospiel-Studio Zweisiedlerkrebs
Das Spiel mit der Geschichte
Teil 3: Leitartikel – Was Videospiele über Gesellschaften erzählen
„Eine Komplexität, die man in anderen Medien kaum findet“
Teil 3: Interview – Medienwissenschaftler Christian Schwarzenegger über die kulturelle Bedeutung von Videospielen
Im Rausch der Autobahn
Teil 3: Lokale Initiativen – Das Videospielstudio Z-Software in Lünen
Meine fremde Wohnung
Niederlande als Vorreiter für gesundheitsfördernde Videospiele – Europa-Vorbild Niederlande
Tagebuch eines Kellerkinds
Wie Physik-Engines und NPCs einem das Leben vermiesen können – Glosse
Mehr, mehr, mehr!
Intro – Eine eigene Geschichte