Es ist gar nicht so leicht, sich mit Juliane Pempelfort zu verabreden. Entweder sie probt oder sie tritt auf und wenn sie mal „drei Tage am Stück frei hat, dann fahre ich auch gerne mal weg“, bekennt sie freimütig. Bevorzugt geht es dann Richtung Berlin, dort lebt ihr Freund.
„westwärts“ ist das größte regionale Theaterfestival Deutschlands. Vor vier Jahren wurde in Bonn der Name für das Theatertreffen geboren, der deutlich machen möchte, dass der Blick Richtung Westen geht.
Es ist sein 35. Programm und wie jedes davor, sein bestes. „Der Richling Code“ ist „mein spezielles satirisches Verfahren, die Rätsel, die uns die Politik aufgibt, zu entschlüsseln. Satire ist also zunächst einmal Entschlüsselung von Fakten, die dann aber wieder sprachlich so weit verschlüsselt werden...
Zwei Dinge sind unendlich, die Dummheit und das All. Blixa Bargeld entfremdete einst für die Einstürzenden Neubauten ein Zitat von Albert Einstein, es könnte abgewandelt auch auf das Stück „Die Dummheit“ von Rafael Spregelburd passen: wenn man das All durch Geld ersetzt.
Frank Wedekinds Klassiker „Lulu“ kennen viele. Anerkennendes Schnalzen oder tiefes Seufzen sind die Reaktion auf die Titelfigur, gerne als femme fatale oder „La belle Dame sans merci“ gesehen.
Alles beginnt in Wuppertal mit einem Demoplakat. „Wir schaffen das“, halten die drei grinsend in die Höhe. Im Hintergrund steht bereits der graue Alltag, stilisierte Schreibtische, mit Aufgängen für Catwalks oder Ruheplatz. Auch Liebe, Neid und Hoffnung (rot, gelb, grün) bringen keine Struktur mehr in den Arbeitsalltag.
Poseidon ist nicht nur der freundliche Bartträger mit Dreizack, Zeus’ Bruder und Gott des Meeres. Er ist durchaus prätentiös und launenhaft. Während er Agamemnon, Krieger I, den zum Segeln notwendigen Wind verwehrt, schickt er Idomeneo, ebenfalls einer der Männer, der zehn Jahre zuvor in den Krieg gegen Troja aufgebrochen ist, einen solchen Sturm, dass der Heimathafen unerreichbar wird. In der Not verspricht Idomeneo, das erste Wesen, dem er an Land begegnet, dem Gott zu opfern.
Es sieht so einfach aus, ist es aber nicht: Die Kunst der Improvisation macht genauso viel Arbeit wie andere Spielarten. Hinzu kommt, dass sich hier niemand alleine die Lorbeeren aufs Haupt setzen kann, sondern alles vom perfekten Zusammenspiel der Truppe abhängt.
Ende des Monats ist es wieder soweit: Die Jugend der Welt kämpft um den Prix Pantheon. Genauer: um den Publikumspreis „Beklatscht & Ausgebuht“ und den Jurypreis „Frühreif & Verdorben“. Zum 16. Mal wird Rainer Pause, der Hausherr des Bonner Musentempels, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen den komödiantischen Nachwuchs vorstellen...
Männer mögen keine witzigen Frauen. Zu diesem auf den ersten Blick selt samen Befund kommen so großartige Komödiantinnen wie Gerburg Jahn ke (Ex- Missfits) und Sissi Perlinger. Und Horst Schroth, der kleine Gift zwerg aus Hamburg, geht sogar noch ein wenig weiter und behauptet allen Ernstes, dass es überhaupt keine komischen Weibsbilder gäbe,...

„Universeller und weniger historisch“
Julia Wissert inszeniert „Die Dreigroschenoper“ in Dortmund – Premiere 05/26
So geht Selbstwirksamkeit
Tanz- und Filmprojekt bringt junge Menschen zusammen – Bühne 04/26
Blutig und beklemmend
Premiere der Oper „The Lodger“ von Phyllis Tate im Opernhaus – Bühne 4/26
Kein Märchen von übermorgen
„1984 – Dystopie 2.0“ am Düsseldorfer Central 1 – Prolog 04/26
„Wir sehen das Zuhause eher als gefühlten Raum“
Hannah Frauenrath inszeniert „Home Sweet Home“ am Theater am Engelsgarten – Premiere 04/26
Die Schwüle der Provinz
„Der Theatermacher“ am Düsseldorfer Schauspielhaus – Prolog 03/26
Eine Schwäche für die Liebe
Premiere des Musicals „Das Licht auf der Piazza“ von Adam Guettel im Opernhaus – Bühne 03/26
„Man muss in den eigenen Abgrund blicken“
Marie Schleef über „The Lottery“ am Essener Grillo Theater – Premiere 03/26
„Die KI wird nicht mehr verschwinden“
Karsten Dahlem inszeniert „Der Sandmann“ am Schauspiel Wuppertal – Premiere 02/26
Liebesdreiecke im Tech-Zeitalter
Premiere der Oper „Griselda” von Antonio Vivaldi im Opernhaus – Bühne 01/26
„Die Bühne hat tausend Möglichkeiten“
Dirigent Yorgos Ziavras über Antonio Vivaldis Barockoper „Griselda“ am Opernhaus – Premiere 01/26
Figaro mit Schalk im Nacken
Premiere von „Il Barbiere de Seviglia” im Opernhaus Wuppertal – Bühne 12/25
Praktisch plötzlich doof sein
Helge Schneider präsentiert seine neue Tour – Prolog 12/25
„Dieser Großkotz hat uns angesprochen“
Regisseurin Charlotte Arndt über „Peer Gynt“ am Theater am Engelsgarten – Premiere 12/25
Verlorene Jahre
„The Drop“ am Jungen Schauspiel in Düsseldorf – Prolog 11/25
So verwirrend wie das Leben
„Berlin Alexanderplatz“ am Schauspiel Köln – Prolog 11/25
„In erster Linie ist es ein lustiges Stück“
Marie Robert inszeniert am Opernhaus einen gekürzten „Barbier von Sevilla“ für Kinder ab sechs Jahren – Premiere 11/25
Das selbsternannte Volk
„Die Nashörner“ am Düsseldorfer Schauspielhaus – Prolog 10/25
„Man sieht den Raum, wie er ist“
Die Regisseure Charlotte Arndt und Thomas Braus über „Die Stunde in der wir nichts voneinander wussten“ am Theater am Engelsgarten – Premiere 10/25
„Das Perfide ist, dass man sich eingeladen fühlt“
Jenke Nordalm inszeniert an der Wuppertaler Oper „Das Fest“ – Premiere 09/25
Ein Fake für den Nobelpreis
„Der Fall McNeal“ in Düsseldorf – Prolog 08/25
„Alles auf seine Art speziell“
Leiter Holger Ehrich über das 32. Welttheater der Straße in Schwerte – Premiere 08/25
Schnöde Technik oder Magie?
„Oracle“ bei der Ruhrtriennale – Prolog 07/25
„Eine Welt, die aus den Fugen ist“
Kulturamtsleiter Benjamin Reissenberger über das Festival Shakespeare Inside Out in Neuss – Premiere 07/25
Wütende Stimme der Vielen
Deutsche Erstaufführung der Kammeroper „Thumbprint“ im Opernhaus – Bühne 06/25