engels: Herr Kröfges, ist das Wasser in Nordrhein-Westfalen gut?
Paul Kröfges: Das Trinkwasser in NRW ist gut und wird auch relativ umfassend kontrolliert. Es gibt aber bestimmt noch einige Problemstoffe, die unentdeckt sind. Wir müssen also ständig mit der Analytik weiter forschen, welche Stoffe noch zu finden sind.
engels: Herr Slawig, was hat die Stadt Wuppertal mit ihrer Wasserversorgung vor?
Johannes Slawig: Wir wollen das Trinkwasser in kommunaler Hand haben und auf keinen Fall riskieren, dass eine Ausschreibung durchgeführt werden muss. Dies würde passieren, wenn die Europäische Union mit der Richtlinie ernst machen würde, die sie zurzeit behandelt.
Unter Wasserarmut leidet unsere Stadt nicht. Ein Blick aus dem Fenster genügt oft, um diese Behauptung zu belegen. Regenwolken sind die Regel, Sonnenschein die Ausnahme. Wuppertal gilt sogar als die regenreichste Stadt Deutschlands. Trotzdem, so wird seit Monaten diskutiert, könnten in absehbarer Zeit die Preise für Leitungswasser drastisch steigen und dazu dessen Qualität erheblich sinken.
Traurig ist es schon, dass Kinder vor Erwachsenen oder sogar vor anderen Kindern geschützt werden müssen. Täglich machen neue Meldungen zu sexuellen Übergriffen oder Gewalt in der Familie Schlagzeilen, an Schulen gehört Mobbing zur Tagesordnung. Irmgard Stinzendörfer vom erzieherischen Kinder- und Jugendschutz des Wuppertaler Jugendamts möchte Kinder und Jugendliche schützen.
Schnell entpuppte sich der große Zirkus um die Aufklärung der Missbrauchsfälle als ein öffentlich wirksames Eigentor, dass sich die Katholische Kirche da schoss. Statt eines Katharsis-Effekts für die arg gebeutelte Kirche und einer erwiesenen Bereitschaft, die Missstände in den eigenen Institutionen offenlegen zu lassen, sah sich die Bischofskonferenz, die den Forschungsauftrag zur Aufklärung der sexuellen Gewalttaten vergab, dem Vorwurf der Zensur ausgesetzt.
Der Diplompädagoge und Familientherapeut spricht im Interview über Generationskonflikte und gesellschaftliche Anforderungen, die Migrantenfamilien zu bewältigen haben.
Der Lehrbeauftragte im Fachbereich Sozialpädagogik der Bergischen Universität Wuppertal spricht im Interview über die oft rigide Erziehungsmethoden der früheren Heimerziehung, Wandlungsprozesse und die Arbeit der Jugendämter in den letzten Jahren.
Vor fünf Jahren erschütterte der Tod eines kleinen Mädchens die Stadt. Die damals fünfjährige Talea wurde von ihrer Pflegemutter leblos in der Badewanne aufgefunden. Schnell verdichteten sich die Anzeichen, dass eben diese Pflegemutter für den Tod des Kindes verantwortlich gewesen ist.
Dieser alte Schwede hat wirklich Respekt verdient: Vor 70 Jahren gründete Ingvar Kamprad (86) in seinem skandinavischen Heimatdörfchen einen kleinen Versandhandel mit vier Buchstaben, die mittlerweile den weltgrößten Möbelgiganten mit über 131.000 Mitarbeitern betiteln.
IKEA ist ein Kunststück gelungen. Wohl kaum ein geplanter Neubau dürfte zu einer derart hitzigen Diskussion geführt haben wie jener in Wuppertal. Nicht nur Landes- und Stadtspitze sind sich uneins, sondern auch die Wuppertaler. „Ich halte einen IKEA in Wuppertal für sehr sinnvoll“, sagt Simon.

Wohnträume
Intro – Das große Versagen
Die Demokratie endet mit einem Wimmern
Teil 1: Leitartikel – Politik muss begreifen: Die Bevölkerung ist systemrelevant
„Deutschland ist ungleicher geworden“
Teil 1: Interview – Soziologin Bettina Kohlrausch über Armut, Existenzängste und Sozialstaat
Entlastung ist nur ein Anfang
Teil 1: Lokale Initiativen – Kindertal-Vorsitzende Susanne Bossy über Kinderarmut in Wuppertal
Von Vorwand zu Vorwand
Teil 2: Leitartikel – Politik ist nicht getrieben, sie lässt sich einspannen
„Für die Parteien steht viel auf dem Spiel“
Teil 2: Interview – Politologin Dorothée de Nève über Identität und Konsens in der Politik
Helfen statt Ausgrenzen
Teil 2: Lokale Initiativen – Das Interkulturelle Zentrum in Köln-Nippes
Die Natur nimmt sich Zeit – die wir nicht haben
Teil 3: Leitartikel – Über Naturschutz, Wirtschaft und politische Kurzsichtigkeit
„Die Einschläge kommen näher“
Teil 3: Interview – Politologe Reinhard Loske über Naturschutz und wirtschaftliche Interessen
„Fellnasen“ im Wohnzimmer
Teil 3: Lokale Initiativen – Bochumerin hilft ehrenamtlich Fledermäusen
Neues Vertrauen
Digitale Bürgerbeteiligung – Europa-Vorbild Spanien
Ist die Welt erst ruiniert …
Gut erzählt ist auch Ungerechtigkeit eine spannende Geschichte – Glosse
Empathie-Expertise
Intro – Bonus-Level
Um die Existenz spielen
Teil 1: Leitartikel – Was Videospiele mit der Wirklichkeit zu tun haben
„Es gibt aufklärerische Spiele“
Teil 1: Interview – Historiker Nico Nolden über Politik und Geschichte in Videospielen
Was Karten verraten
Teil 1: Lokale Initiativen – Bildungsforscher Michael Morawski über Gaming und Geographiedidaktik
Virtuelle Resonanz
Teil 2: Leitartikel – Videospiele in der Psychotherapie
„Spiele einfach genießen“
Teil 2: Interview – Psychologin Silke Lux über gesundheitliche Wirkungen von Videospielen
Spielen gegen Radikalisierung
Teil 2: Lokale Initiativen – Das Kölner Videospiel-Studio Zweisiedlerkrebs
Das Spiel mit der Geschichte
Teil 3: Leitartikel – Was Videospiele über Gesellschaften erzählen
„Eine Komplexität, die man in anderen Medien kaum findet“
Teil 3: Interview – Medienwissenschaftler Christian Schwarzenegger über die kulturelle Bedeutung von Videospielen
Im Rausch der Autobahn
Teil 3: Lokale Initiativen – Das Videospielstudio Z-Software in Lünen
Meine fremde Wohnung
Niederlande als Vorreiter für gesundheitsfördernde Videospiele – Europa-Vorbild Niederlande
Tagebuch eines Kellerkinds
Wie Physik-Engines und NPCs einem das Leben vermiesen können – Glosse
Mehr, mehr, mehr!
Intro – Eine eigene Geschichte