Auf dem Theatervorplatz war mächtig Theater. Clowns, Hexen und Prinzessinnen demonstrierten für den Erhalt der Wuppertaler Bühnen. Mit Bussen angereiste Schauspieler aus ganz Nordrhein-Westfalen und zu Fuß gekommene, empörte Zuschauer dieser Stadt, die mit Kostümen und Schminke den Spieß umdrehten und diesmal selbst ihre Rollen spielten, bildeten ein buntes Menschenmeer.
Meine Urgroßmutter Maria war eine moderne junge Frau des angehenden 20. Jahrhunderts. Das bewies sie allein schon dadurch, dass sie von Düsseldorf in einen Vorort von Köln zog. Von Düsseldorf nach Köln, der Liebe wegen, das verstieß damals gegen die herrschenden Konventionen.
Zu Beginn der Umfrage hagelt es Kritik. „Unverschämt“, sagt der Mann, der an diesem Nachmittag an der Bushaltestelle am Elberfelder Hauptbahnhof steht. Wohin er unterwegs ist? Irrelevant. Von Belang scheint einzig die Tatsache, dass er seit Wochen nicht, wie gewohnt, in die Schwebebahn einsteigen kann.
engels: Herr Ruppert, die Schwebebahn fährt nicht. Ein Ärgernis?
Helmut F. Ruppert: Ja, man hätte erwarten können, dass bei vorherigen Restaurierungsmaßnahmen zunächst die Teile ausgetauscht werden, bei denen die größten Probleme zu erwarten sind.
engels: Herr Stephan, ist die Schwebebahn reif fürs Museum?
Holger Stephan: Nein, auf keinen Fall. Die Schwebebahn ist das Rückgrat unseres Nahverkehrs.
Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will. So dachte am 15. Dezember vergangenen Jahres wahrscheinlich mancher Fahrgast der Schwebebahn und schaute missmutig zu den Twintowers der Stadtwerke an der Bromberger Straße hoch.
Nach dem Seepferdchen sollte noch längst nicht Schluss sein. Beim SV Bayer Wuppertal als führende Sportadresse in der Stadt gibt es 15 Abteilungen von Basketball bis Volleyball – doch ausgerechnet die Schwimmer sind mit zwei Bundesliga-Teams der Damen und Herren unbestritten die erfolgreichste Sparte.
Morgen kann er nicht ins Schwimmbad. „Am Sonntag, den 6.12.09, bleibt das Bad wegen Personalmangels geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis“, lautet ein handgeschriebener Zettel an der Eingangstür, direkt neben dem lustigen Fisch mit der Sonnenbrille, den seine Enkelin so mag. „Hier habe ich ihr schwimmen beigebracht“, erzählt der Vohwinkeler.
engels: Frau Mahnert, gehen die Grünen gerne baden?
Gabriele Mahnert: Sie gehen in der Regel gern schwimmen. Das macht Spaß und ist gesund.
engels: Herr Reiswig, was für Auswirkungen hat die geplante Bäderschließung für die DLRG?
Kurt Reiswig: In Vohwinkel und Ronsdorf werden die Hallenbäder von jeweils einer DLRG-Gruppe benutzt. Wir bilden dort bis zum Rettungsschwimmer aus. Wenn wir in den anderen Bädern nicht mehr Wasserzeit bekommen, hat dies eine deutliche Verringerung unseres Angebotes zur Folge. Eine andere große DLRG-Gruppe nutzt das Polizeischwimmbad.

Lohn der Angst
Intro – Nach der Arbeit
Sanktionen schaffen keine Stellen
Teil 1: Leitartikel – Politik und Wirtschaft lassen Arbeitslose oft im Stich
„Eine gewisse Unsicherheit und Versagensängste“
Teil 1: Interview – Experte Matthias Auer über den Arbeitsmarkt für Jung-Akademiker
Der ganze Mensch
Teil 1: Lokale Initiativen – Die GESA Gruppe in Wuppertal hilft bei der Rückkehr ins Arbeitsleben
Erst das Vergnügen
Teil 2: Leitartikel – Industriearbeit ist ein Auslaufmodell
„Das BGE würde eher schaden als nützen“
Teil 2: Interview – Philosoph und Ökonom Birger Priddat über die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens
Mehr als Existenzsicherung
Teil 2: Lokale Initiativen – Die Attac-AG „Genug für alle“ aus Bonn
Klassenkampf von oben
Teil 3: Leitartikel – CDU und SPD wenden sich gemeinsam gegen arbeitende Menschen
„Je länger ein Arbeitstag dauert, desto unproduktiver wird er“
Teil 3: Interview – Gewerkschafter Stephan Krull über kürzere Arbeitszeiten und gesellschaftliche Teilhabe
Geschenkte Freizeit
Teil 3: Lokale Initiativen – Die Agentur Wake Up Communications Düsseldorf
Vertrauen durch Bildung
Was tatsächlich gegen Arbeitslosigkeit hilft – Europa-Vorbild Dänemark
Kurz frei
Arbeit schläft nie. Auch ihre Jünger nicht – Glosse
Fehlbilanz
Intro – Mündig
Jedem sein Kreuz
Teil 1: Leitartikel – Über Mündigkeit an der Wahlurne
„Wir empfehlen, das Wahlalter zu senken“
Teil 1: Interview – Demokratieexperte Jonathan Hoffmann über die Wahlbeteiligung von Jugendlichen
Was junge Menschen bewegt
Teil 1: Lokale Initiativen – Filmreihen von Jugendlichen im Medienprojekt Wuppertal
Die unmögliche Schule
Teil 2: Leitartikel – Lernen und Lehren zwischen Takt und Freiheit
„Wirklich Interesse zeigen“
Teil 2: Interview – Pädagogin Inke Hummel über die Beziehung zwischen Jugendlichen und Erwachsenen
Freude am Lernen lernen
Teil 2: Lokale Initiativen – Der Verein In Via Köln und die Motivia-Werkstattschule
Überwachen und Strafen
Teil 3: Leitartikel – Eine gesenkte Strafmündigkeit würde nicht zu mehr Sicherheit führen, sondern zu mehr Kindern und Jugendlichen im Knast.
„Kinder, die Probleme machen, haben in der Regel auch Probleme“
Teil 3: Interview – Kriminologin Nadine Bals über Jugendstrafrecht und Strafmündigkeit
Helfen statt strafen
Teil 3: Lokale Initiativen – Die Evangelische Jugendhilfe Bochum
Machtinteresse
In Österreich wählen bereits 16-Jährige – Europa-Vorbild: Österreich
Die Reifeprüfung
Erst zornig, dann stur. Das Leben des Homo politicus – Glosse
Erschütternd normal
Intro – Gegenwehr