ENGELS-THEMA IM MAI:
KRIEG UND FRIEDEN
Seit 65 Jahren gibt es in Mitteleuropa keinen Krieg mehr. Was bedeutete der Zweite Weltkrieg für Wuppertal? Und welche Lehren können wir aus der Geschichte ziehen? Sind wir in der Nach-Nachkriegszeit angekommen?
Begonnen hat alles vor etwa eineinviertel Jahren. Mit dieser einen Nachricht, der Verfügung der...
Vor dem geöffneten Fenster des Schulkiosks an der Wuppertaler Hauptschule Elberfeld-Mitte versammeln sich in den Pausen bis zu 50 Schüler. Lautstark werden Bestellungen aufgegeben. Der Schulkiosk hat sich zu einem regelrechten Magneten entwickelt, denn die belegten Brötchen, Sandwiches und Getränke sind günstig, und die MitarbeiterInnen arbeiten freundlich und schnell. „Verkaufen macht Spaß“, meint Dilek Tani aus der 6. Klasse. Auch Siebtklässlerin Sonia Rhouzali kann sich vorstellen, später einmal im Verkauf zu arbeiten – zum Beispiel in einer Bäckerei. Der Schulkiosk ist eine Schülerfirma. Wer hier arbeiten möchte, muss sich schriftlich bewerben und erhält nach erfolgreichem Vorstellungsgespräch einen Einstellungsvertrag – wie in einem realen Betrieb. Fast 30 MitarbeiterInnen arbeiten mittlerweile für das Projekt, das im letzten Jahr mit dem Wuppertaler Schulpreis ausgezeichnet wurde, und sammeln erste Erfahrungen in der Berufswelt.
engels: Frau Löhrmann, ist das Bergische Land noch zu retten? Sylvia Löhrmann: Natürlich, wir...
engels: Herr Bell, wie profitiert Wuppertal vom zukünftigen Landtagsabgeordneten Dietmar Bell?
Dietmar Bell: In den nächsten Jahren werden die Entschuldung der Städte und ein wirtschaftlicher Strukturwandel für Wuppertal von großer Bedeutung sein. In meiner langjährigen Erfahrung als Gewerkschafter vor Ort kann ich hier viel bewegen.
Entschuldung ist gut. Wo soll das Geld herkommen?
Allein das neue Wachstumsbeschleunigungsgesetz kostet NRW 800 Millionen Euro, die Stadt Wuppertal über 6 Millionen. Darunter fallen Steuerentlastungen für Hotelbesitzer und reiche Erben. Wir hingegen möchten mit der NRW-Bank einen Fond einrichten, der die hartverschuldeten Städte wie Wuppertal entschulden würde. Dieser Fond würde das Land 450 Millionen im Jahr kosten. Es geht schlicht um die Frage, wofür das Geld ausgegeben wird.
Zwanzig goldene Jahre lang war Wuppertal die heimliche Landeshauptstadt von Nordrhein- Westfalen. Der damals amtierende Ministerpräsident spielte lieber Skat in Barmen als Golf in Köln oder Tennis in Düsseldorf. Und auch, als jener Landesübervater von den eigenen Genossen nach Berlin gedrängt wurde, um Wolfgang Clement in der Staatskanzlei Platz zu machen, hielt er seine schützende Hand über seine Geburtsstadt. Erst, als Clement aus dem Amt schied, wehte ein rauerer Wind durchs Tal. Der Hanseat Peer Steinbrück befand, dass Wuppertal eine ganz normale Stadt ist und behandelte sie entsprechend. Spätestens nach der schwarz-gelben Regierungsübernahme vor fünf Jahren wähnt sich die Stadt gänzlich im politischen Aus. Oberbürgermeister Peter Jung und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sind zwar Parteifreunde aber mitnichten Freunde.
Wenn sich der Bühnenvorhang am Abend erstmals öffnet, ist seine Arbeit praktisch erledigt. Seit mittlerweile 15 Jahren setzt Markus Moser als gelernter Maskenbildner die Künstler am Opernhaus Wuppertal – an dem er einst als Praktikant begonnen hatte – optisch perfekt in Szene.
„Tschschschsch!“ Imaginäre Sicherheitsbügel schließen sich. Mit einem Ruck kippen Körper nach hinten, verharren in Schräglage. Summgeräusche ertönen. Dann richten sie sich wieder auf, fallen nach links, nach rechts. Jauchzer.
engels: Herr Völker, warum sollte das Schauspiel nicht schließen?
Günter Völker: Das Sprechtheater findet das Interesse aller Altersgruppen von den Kindern bis zu den Senioren. Sein breiteres, oft zeitnaheres Repertoire ermöglicht es im Vergleich zum Musiktheater eher, junge Menschen für die Bühne zu begeistern und sie zu regelmäßigen Theaterbesuchern zu machen.
engels: Herr von Treskow, wie geht es weiter mit dem Schauspiel?
Christian von Treskow: Das Kleine Schauspielhaus ist bis 2012 in Betrieb. Acht Projekte pro Spielzeit sind geplant. Es wird ein sehr lebendiges Haus bleiben.

Lohn der Angst
Intro – Nach der Arbeit
Sanktionen schaffen keine Stellen
Teil 1: Leitartikel – Politik und Wirtschaft lassen Arbeitslose oft im Stich
„Eine gewisse Unsicherheit und Versagensängste“
Teil 1: Interview – Experte Matthias Auer über den Arbeitsmarkt für Jung-Akademiker
Der ganze Mensch
Teil 1: Lokale Initiativen – Die GESA Gruppe in Wuppertal hilft bei der Rückkehr ins Arbeitsleben
Erst das Vergnügen
Teil 2: Leitartikel – Industriearbeit ist ein Auslaufmodell
„Das BGE würde eher schaden als nützen“
Teil 2: Interview – Philosoph und Ökonom Birger Priddat über die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens
Mehr als Existenzsicherung
Teil 2: Lokale Initiativen – Die Attac-AG „Genug für alle“ aus Bonn
Klassenkampf von oben
Teil 3: Leitartikel – CDU und SPD wenden sich gemeinsam gegen arbeitende Menschen
„Je länger ein Arbeitstag dauert, desto unproduktiver wird er“
Teil 3: Interview – Gewerkschafter Stephan Krull über kürzere Arbeitszeiten und gesellschaftliche Teilhabe
Geschenkte Freizeit
Teil 3: Lokale Initiativen – Die Agentur Wake Up Communications Düsseldorf
Vertrauen durch Bildung
Was tatsächlich gegen Arbeitslosigkeit hilft – Europa-Vorbild Dänemark
Kurz frei
Arbeit schläft nie. Auch ihre Jünger nicht – Glosse
Fehlbilanz
Intro – Mündig
Jedem sein Kreuz
Teil 1: Leitartikel – Über Mündigkeit an der Wahlurne
„Wir empfehlen, das Wahlalter zu senken“
Teil 1: Interview – Demokratieexperte Jonathan Hoffmann über die Wahlbeteiligung von Jugendlichen
Was junge Menschen bewegt
Teil 1: Lokale Initiativen – Filmreihen von Jugendlichen im Medienprojekt Wuppertal
Die unmögliche Schule
Teil 2: Leitartikel – Lernen und Lehren zwischen Takt und Freiheit
„Wirklich Interesse zeigen“
Teil 2: Interview – Pädagogin Inke Hummel über die Beziehung zwischen Jugendlichen und Erwachsenen
Freude am Lernen lernen
Teil 2: Lokale Initiativen – Der Verein In Via Köln und die Motivia-Werkstattschule
Überwachen und Strafen
Teil 3: Leitartikel – Eine gesenkte Strafmündigkeit würde nicht zu mehr Sicherheit führen, sondern zu mehr Kindern und Jugendlichen im Knast.
„Kinder, die Probleme machen, haben in der Regel auch Probleme“
Teil 3: Interview – Kriminologin Nadine Bals über Jugendstrafrecht und Strafmündigkeit
Helfen statt strafen
Teil 3: Lokale Initiativen – Die Evangelische Jugendhilfe Bochum
Machtinteresse
In Österreich wählen bereits 16-Jährige – Europa-Vorbild: Österreich
Die Reifeprüfung
Erst zornig, dann stur. Das Leben des Homo politicus – Glosse
Erschütternd normal
Intro – Gegenwehr