Der schönste Saal von Wuppertal soll für die passende Atmosphäre sorgen: Bei der ersten Verpartnerungsmesse am Samstag, 7. August werden im Nachbarschaftsheim im Stadtteil Elberfeld von 11 bis 18 Uhr verschiedene Dienstleister präsentieren, welche Anregungen und Ideen den „schönsten Tag im Leben“ für gleichgeschlechtliche Paare feierlich machen können.
Neugierige Passanten in der Fußgängerzone am Bahnhofstunnel Döppersberg. Auf dem Boden liegt ein schwarzes Tuch, geschmückt mit weißen Rosen in Form eines Kreuzes. Es rührt viele anwesende Betroffene zu Tränen. Die Rosen stehen für Trauer, Tod und Hoffnung.
engels: Herr Kleine, Kreuz und Queer, passt das zusammen?
Werner Kleine: Queer bedeutet ja ursprünglich, dass von der Norm abgewichen wird. Hier stellt sich für mich zunächst die Frage, wer Normen festlegt. Ich bin Vater von zwei Kindern mit Down-Syndrom, die meine Frau und ich adoptiert haben.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin tut es, der von Hamburg wohl auch, Vizekanzler und Außenminister tun es wohl auch. Dirk Bach, Alfred Biolek, Hape Kerkeling, die Liste wird lang. Immer mehr Männer lieben Männer. Oder zumindest wird immer mehr bekannt, dass Männer Männer lieben.
Dreimal pro Woche fährt Peter Krampen mit dem Medimobil der Wuppertaler Tafel durchs Land. Seit zehn Jahren macht der pensionierte Fernfahrer dies nun schon. „Meine Tochter ist Arzthelferin, und so kam ich in Kontakt mit der Tafel“, erklärt der Rentner. Der Tagesablauf ist bereits Routine.
engels: Herr Beutelmann, wohin geht es mit unserem Gesundheitssystem?
Dr. Josef Beutelmann: Ich möchte momentan keine Prognose abgeben. Zurzeit wird händeringend nach einer Lösung gesucht, das System zu reformieren. Vergessen dürfen wir allerdings nicht, dass sich unser Gesundheitssystem im internationalen Vergleich auf einem sehr hohen Niveau bewegt.
engels: Herr Schneider, beim Thema Gesundheitsreform wird an jedem Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Wie geht es Ihnen mit Sau und Dorf?
Martin Schneider: Im Jahr 2011 werden 11 Milliarden im System fehlen. Von daher ist es zwingend erforderlich, Ideen und Gedanken der Politik aufzunehmen und auf Ihre Verwertbarkeit zu überprüfen.
Gibt es mehr als nur eine klangliche Verbindung zwischen dem Namen des Stadtteils von Wuppertal und dem Wort Erbarmen? Friedrich Engels, berühmtester Sohn der Stadt, hatte mehr Erbarmen mit den geschundenen Arbeitern als mit seinem Vater, dem Fabrikbesitzer.
ENGELS-THEMA IM MAI:
KRIEG UND FRIEDEN
Seit 65 Jahren gibt es in Mitteleuropa keinen Krieg mehr. Was bedeutete der Zweite Weltkrieg für Wuppertal? Und welche Lehren können wir aus der Geschichte ziehen? Sind wir in der Nach-Nachkriegszeit angekommen?
Begonnen hat alles vor etwa eineinviertel Jahren. Mit dieser einen Nachricht, der Verfügung der...

Wohnträume
Intro – Das große Versagen
Die Demokratie endet mit einem Wimmern
Teil 1: Leitartikel – Politik muss begreifen: Die Bevölkerung ist systemrelevant
„Deutschland ist ungleicher geworden“
Teil 1: Interview – Soziologin Bettina Kohlrausch über Armut, Existenzängste und Sozialstaat
Entlastung ist nur ein Anfang
Teil 1: Lokale Initiativen – Kindertal-Vorsitzende Susanne Bossy über Kinderarmut in Wuppertal
Von Vorwand zu Vorwand
Teil 2: Leitartikel – Politik ist nicht getrieben, sie lässt sich einspannen
„Für die Parteien steht viel auf dem Spiel“
Teil 2: Interview – Politologin Dorothée de Nève über Identität und Konsens in der Politik
Helfen statt Ausgrenzen
Teil 2: Lokale Initiativen – Das Interkulturelle Zentrum in Köln-Nippes
Die Natur nimmt sich Zeit – die wir nicht haben
Teil 3: Leitartikel – Über Naturschutz, Wirtschaft und politische Kurzsichtigkeit
„Die Einschläge kommen näher“
Teil 3: Interview – Politologe Reinhard Loske über Naturschutz und wirtschaftliche Interessen
„Fellnasen“ im Wohnzimmer
Teil 3: Lokale Initiativen – Bochumerin hilft ehrenamtlich Fledermäusen
Neues Vertrauen
Digitale Bürgerbeteiligung – Europa-Vorbild Spanien
Ist die Welt erst ruiniert …
Gut erzählt ist auch Ungerechtigkeit eine spannende Geschichte – Glosse
Empathie-Expertise
Intro – Bonus-Level
Um die Existenz spielen
Teil 1: Leitartikel – Was Videospiele mit der Wirklichkeit zu tun haben
„Es gibt aufklärerische Spiele“
Teil 1: Interview – Historiker Nico Nolden über Politik und Geschichte in Videospielen
Was Karten verraten
Teil 1: Lokale Initiativen – Bildungsforscher Michael Morawski über Gaming und Geographiedidaktik
Virtuelle Resonanz
Teil 2: Leitartikel – Videospiele in der Psychotherapie
„Spiele einfach genießen“
Teil 2: Interview – Psychologin Silke Lux über gesundheitliche Wirkungen von Videospielen
Spielen gegen Radikalisierung
Teil 2: Lokale Initiativen – Das Kölner Videospiel-Studio Zweisiedlerkrebs
Das Spiel mit der Geschichte
Teil 3: Leitartikel – Was Videospiele über Gesellschaften erzählen
„Eine Komplexität, die man in anderen Medien kaum findet“
Teil 3: Interview – Medienwissenschaftler Christian Schwarzenegger über die kulturelle Bedeutung von Videospielen
Im Rausch der Autobahn
Teil 3: Lokale Initiativen – Das Videospielstudio Z-Software in Lünen
Meine fremde Wohnung
Niederlande als Vorreiter für gesundheitsfördernde Videospiele – Europa-Vorbild Niederlande
Tagebuch eines Kellerkinds
Wie Physik-Engines und NPCs einem das Leben vermiesen können – Glosse
Mehr, mehr, mehr!
Intro – Eine eigene Geschichte