Die Suche nach möglichen Ursachen für die derzeitige Weltwirtschaftskrise spaltet die Menschen in klare Befürworter und entschiedene Gegner der Globalisierung. Paul J.J. Welfens, Professor für Makroökonomik an dem Europäischen Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen, ist ein Befürworter.
engels: Herr Koch, wie abhängig ist die Bergische Universität von der Wirtschaft?
Prof. Dr. Lambert T. Koch: Es gibt Felder, da arbeiten wir eng mit der Wirtschaft zusammen, in anderen Bereichen gar nicht.
engels: Herr Pinkwart, gibt es einen Widerspruch zwischen der Unabhängigkeit der Forschung und der Unterstützung seitens großer Unternehmen?
Prof. Dr. Andreas Pinkwart: Nein, im Gegenteil. Enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungsinstituten und den Unternehmen ist unverzichtbar – und zwar für alle Seiten.
Die Forschungsstandorte Harvard und Yale, Oxford und Cambridge, auch Göttingen, Heidelberg und Freiburg sind bekannt. Aber Wuppertal? Ist hier mehr erfunden worden als ein lackierter Pinguin? Der erste Eindruck täuscht. Die Bergische Universität beschäftigt knapp 300 Professoren.
Gerade habe ich eure Einladung zur Goldenen Hochzeit in dem tollen Hotel erhalten, in dem wir ja auch schon damals meine Kommunion gefeiert haben. Echt krass, dass Opa und du 50 Jahre verheiratet seid! Schade nur, dass Mama und Papa eurem Beispiel nicht mal ansatzweise folgen.
Wenn ihnen danach ist, dann tanzen sie. Oder sie machen Theater. Oder Tai-Chi. Auch Gartenarbeit, soziales Engagement und Kreativwerden stehen hoch im Kurs. Gespräche sowieso.
engels: Frau Welz-Barth, in der Vergangenheit wurden Altenheime auf der grünen Wiese gebaut. Gibt es neue Strategien in der Versorgung und im Lebensumfeld Älterer?
Prof. Dr. Annette Welz-Barth: In den letzten Jahren wurden die älteren Menschen zunehmend in den Städten gelassen, und sie wurden wieder in die Städte geholt, um ihnen mehr soziale Kontakte zu ermöglichen.
engels: Herr Dreßler, können ältere Menschen mit der Politik dieses Landes zufrieden sein?
Rudolf Dreßler: Die Identifikation sozial schwacher Menschen und somit auch vieler alter Menschen mit dem Staat hat abgenommen, verstärkt seit 1998.
Das Thema ist zugegebenermaßen nicht neu – eher alt. Die Grauen Panther hatten ihren Sitz in Wuppertal. Die Bürgerbewegung und Partei thematisierte bundesweit bereits in den Achtziger Jahren die Frage der Generationengerechtigkeit.
Dreimal am Tag, sieben Tage die Woche, das ganze Jahr hindurch – bei der Wuppertaler Tafel gibt’s immer etwas zu essen. „In Wuppertal muss niemand hungern“, sagt Wolfgang Nielsen, Vorsitzender der AHK-Wuppertaler Tafel e.V. Dass jeder Bedürftige, egal ob Kind oder Erwachsener, Hartz IV-Empfänger oder bedürftiger Rentner, hier täglich umsonst essen kann, verdankt der Verein vor allem den vielen Wuppertaler Unternehmen, die ihren Lebensmittel-Überschuss kostenlos abgeben.

Mehr, mehr, mehr!
Intro – Eine eigene Geschichte
Unser gemeinsames Einwanderungsland
Teil 1: Leitartikel – Wie wir eine freiere Zukunft gestalten können
„Das politische Handlungsbewusstsein fehlt“
Teil 1: Interview – Amadeu-Antonio-Stiftung: Lorenz Blumenthaler über Fremdsein und Diskriminierung
Integration unter Druck
Teil 1: Lokale Initiativen – Der Jugendmigrationsdienst Wuppertal begleitet Menschen durch ein widersprüchliches System
Mehr als einem lieb sein kann
Teil 2: Leitartikel – NS-Erbe: Das Arbeitsrecht unterdrückt politischen Widerstand von Beschäftigten
„Im Augenblick sehe ich keine kritische Masse für eine breite Bewegung“
Teil 2: Interview – Politologe Alexander Gallas über Protest, Streik und Generalstreik
Bildung für die diverse Gesellschaft
Teil 2: Lokale Initiativen – Der Kölner Stadtverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Zweifel der Gesellschaft
Teil 3: Leitartikel – Erinnerungskultur muss sich von Ritualen verabschieden
„Verhindern, dass Wissen durch Geschichtspolitik ersetzt wird“
Teil 3: Interview – Historiker Jörn Leonhard über Angriffe auf die Erinnerungskultur
Gegen die Menschenverachtung
Teil 3: Lokale Initiativen – Das Fritz-Bauer-Forum in Bochum
Den Banken widersprechen
Island und das Gemeinwohl – Europa-Vorbild Island
Deutsche Angst
Geschichte und Gedächtnis – Glosse
Deckmantel Gefühl
Intro – Guter Umgang
Alles Lüge!
Teil 1: Leitartikel – Duz-Kultur und falsches Wir-Gefühl verschleiern Interessenkonflikte auf der Arbeit
„Das Gefühl, dass hier Nähe entsteht“
Teil 1: Interview – Psychologin Lara Luisa Eder über persönlichen Umgang auf der Arbeit
Nicht sprachlos in den Ruhestand
Teil 1: Lokale Initiativen – Das Fachgebiet Arbeitswissenschaft an der Uni Wuppertal
Benimm dich!
Teil 2: Leitartikel – Eine Gesellschaft kann nur frei sein, wenn sich ihre Mitglieder an Regeln halten
„Heute sind die Menschen eher bei sich“
Teil 2: Interview – Kommunikationspsychologin Christine Flaßbeck über Sprache im Wandel
Entspannt unterwegs
Teil 2: Lokale Initiativen – Köln: KVB-Kampagne für mehr Freundlichkeit
Dubidu
Teil 3: Leitartikel – Reiz und Risiken niederschwelliger Verständigung
„Ein Stammtisch hat nicht nur negative Seiten“
Teil 3: Interview – Medienwissenschaftlerin Paula Nitschke über politische Influencer:innen
Gut erzählte Wahrheit
Teil 3: Lokale Initiativen – Die Agentur Kugelfisch Kommunikation in Essen
Öffentlichkeit muss man lernen
Medienbildung als demokratische Aufgabe – Europa-Vorbild Frankreich
Kant war lowkey deep
Career Offboarding Experience: Abschied von der Komplexität – Glosse
Lohn der Angst
Intro – Nach der Arbeit