Sie hatte Mut zu deutlichen Worten, Mut, sich auffällig zu kleiden, Mut, ihrer Auffassung Ausdruck zu verleihen. Else Lasker-Schüler, im damaligen Elberfeld geboren, war eine exzentrische Frau, kreativ, stark, kritisch. Dass das Andenken an die jüdische Expressionistin auch heute in Wuppertal noch so lebendig ist,...
engels: Frau Hornstein, ist der Internationale Frauentag für Wuppertals Studentinnen ein Tag zum feiern?
Dr. Christel Hornstein: Ja, aber nicht nur für Wuppertaler Studentinnen. Die Frauenbewegung hat als eine der großen sozialen Bewegungen dazu geführt, dass Frauen heute zu den Bildungsgewinnern gehören, für die Berufs- und Karriereorientierungen ebenso selbstverständlich sind wie der Wunsch, Familie, Beruf und Karriere miteinander vereinbaren zu wollen.
engels: Frau Süssmuth, inzwischen gibt es eine dritte Außenministerin der USA, eine Bundeskanzlerin. Hat die Frauenbewegung ihre Ziele erreicht?
Rita Süssmuth: Sie hat nicht alle Ziele erreicht. Die Frauenbewegung und auch der gesellschaftliche Einfluss durch die Wiedervereinigung haben eine moderne Frauenpolitik auf den Weg gebracht. Trotzdem sind wir immer noch auf dem Weg. Dazu nenne ich vier Stichpunkte: die neue Frauenarmut, die ungleichen Löhne, die ungleiche Verteilung bei Führungspositionen und die Vereinbarung von Familie und Beruf.
Der riesige Traumfänger über ihrem Bett ähnelt einem Spinnennetz, und die Dekoration wird dominiert von Spinnen und Skorpionen. Jeannette Trowato (45), Sternzeichen Skorpion, liebt Spinnen. „Ich kann auch große Spinnen anfassen.“
Steigende Energiepreise und zunehmender Rohstoffmangel drängen zur Suche nach alternativen Energien, die nachhaltig, umweltfreundlich, verlässlich sind. Ein attraktiver Lieferant ist die Sonne. Die Gewinnung von Strom und Wärme aus ihrer Kraft hilft, den weltweiten Vorrat an fossilen Energieträgern wie Erdgas, Stein- und Holzkohle sowie Erdöl zu schonen. Und: Energieerzeugung aus Sonnenlicht schadet der Umwelt nicht. Von den zahlreichen Techniken, Sonnenstrahlen in Energie umzuwandeln, ist eine die Photovoltaik.
Wenn es um Energie geht, haben sie eindeutig die Nase vorn: Holzpellets bieten gegenüber konventionellen Energielieferanten Erdöl, Gas und Strom zahlreiche Vorteile hinsichtlich ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit – Stichwort: erneuerbare Energien. Dennoch ist hierzulande das Heizen mit Holzpellets ein langsam wachsender Trend, verglichen mit Kanada und den USA, wo die kleinen Holzpress-Stäbchen schon seit Anfang der 80er Jahre als eine alternative Energiequelle im Zuge der weltweiten Ölkrise sind.
Seit Jahren ist der Staat bemüht, die Quasi-Monopolisten der Branche zu zügeln, ohne für den Verbraucher sichtbaren Erfolg. Dagegen stehen kleine Anbieter und kommunale Stadtwerke, die um ihre Zukunft ringen.
engels: Herr Hüttenhölscher, ist unsere Welt noch zu retten?
Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher: Na sicher. Sie verändert sich aber. Durch die Klimaerwärmung erwärmt sich allein durch die bereits emittierte CO2-Belastung der Planet um durchschnittlich zwei Grad Celsius. Wenn es bei diesen zwei Grad bleiben würde, wäre das Problem noch zu handhaben. Es bedarf aber enormer Anstrengungen, dass wir nicht hemmungslos große Mengen klimaschädlicher Gase in die Umwelt emittieren. Denn dann wäre die Welt nicht mehr zu retten.
200.000 Jahre – was für eine Zeit! Was kann in dieser Zeitspanne alles passieren? Und was passiert nicht? Für Technetium-99, ein Spaltprodukt bei der Gewinnung von Kernenergie, reichen die 200.000 Lenze gerade einmal, um sich selbst abzubauen und ungefährlich für den menschlichen Organismus zu werden. Nur wer kann sich nach dieser langen Zeit noch darüber freuen? Was in dieser fernen Zukunft noch von Wuppertal und dem Rest der Welt übrig ist, beschrieb der Schweizer Autor Friedrich Dürrenmatt mit den einfachen Worten: „Atommülldeponien werden die einzigen Zeugen und Hinterlassenschaften sein, die darauf hinweisen, dass es den Raubaffen Mensch einmal gab“.
Jedes Jahr absolvieren vier bis sechs junge Menschen aus Wuppertal ihr freiwilliges soziales Jahr in Nicaragua. Auch die Wuppertaler Feuerwehr engagiert sich sehr mit Besuchen und Spenden ausgedienter Fahrzeuge, die dort dringend gebraucht werden...

Wohnträume
Intro – Das große Versagen
Die Demokratie endet mit einem Wimmern
Teil 1: Leitartikel – Politik muss begreifen: Die Bevölkerung ist systemrelevant
„Deutschland ist ungleicher geworden“
Teil 1: Interview – Soziologin Bettina Kohlrausch über Armut, Existenzängste und Sozialstaat
Entlastung ist nur ein Anfang
Teil 1: Lokale Initiativen – Kindertal-Vorsitzende Susanne Bossy über Kinderarmut in Wuppertal
Von Vorwand zu Vorwand
Teil 2: Leitartikel – Politik ist nicht getrieben, sie lässt sich einspannen
„Für die Parteien steht viel auf dem Spiel“
Teil 2: Interview – Politologin Dorothée de Nève über Identität und Konsens in der Politik
Helfen statt Ausgrenzen
Teil 2: Lokale Initiativen – Das Interkulturelle Zentrum in Köln-Nippes
Die Natur nimmt sich Zeit – die wir nicht haben
Teil 3: Leitartikel – Über Naturschutz, Wirtschaft und politische Kurzsichtigkeit
„Die Einschläge kommen näher“
Teil 3: Interview – Politologe Reinhard Loske über Naturschutz und wirtschaftliche Interessen
„Fellnasen“ im Wohnzimmer
Teil 3: Lokale Initiativen – Bochumerin hilft ehrenamtlich Fledermäusen
Neues Vertrauen
Digitale Bürgerbeteiligung – Europa-Vorbild Spanien
Ist die Welt erst ruiniert …
Gut erzählt ist auch Ungerechtigkeit eine spannende Geschichte – Glosse
Empathie-Expertise
Intro – Bonus-Level
Um die Existenz spielen
Teil 1: Leitartikel – Was Videospiele mit der Wirklichkeit zu tun haben
„Es gibt aufklärerische Spiele“
Teil 1: Interview – Historiker Nico Nolden über Politik und Geschichte in Videospielen
Was Karten verraten
Teil 1: Lokale Initiativen – Bildungsforscher Michael Morawski über Gaming und Geographiedidaktik
Virtuelle Resonanz
Teil 2: Leitartikel – Videospiele in der Psychotherapie
„Spiele einfach genießen“
Teil 2: Interview – Psychologin Silke Lux über gesundheitliche Wirkungen von Videospielen
Spielen gegen Radikalisierung
Teil 2: Lokale Initiativen – Das Kölner Videospiel-Studio Zweisiedlerkrebs
Das Spiel mit der Geschichte
Teil 3: Leitartikel – Was Videospiele über Gesellschaften erzählen
„Eine Komplexität, die man in anderen Medien kaum findet“
Teil 3: Interview – Medienwissenschaftler Christian Schwarzenegger über die kulturelle Bedeutung von Videospielen
Im Rausch der Autobahn
Teil 3: Lokale Initiativen – Das Videospielstudio Z-Software in Lünen
Meine fremde Wohnung
Niederlande als Vorreiter für gesundheitsfördernde Videospiele – Europa-Vorbild Niederlande
Tagebuch eines Kellerkinds
Wie Physik-Engines und NPCs einem das Leben vermiesen können – Glosse
Mehr, mehr, mehr!
Intro – Eine eigene Geschichte