Ein verschachteltes Drama ist der Kapitalismus immer gewesen, und seine soziale Seele verkrüppelte schnell in den Anfängen. Kohle, Money, Dollars, Euro, wie man es auch nennen will, nur damit kann man heute sicher durch Leben segeln. Und da hilft auch kein Theater.
Albert Camus war Mitte zwanzig, als er 1938 die legendenumrankte Lebensgeschichte des bloß fünf Jahre, von 37 bis 41, regierenden römischen Skandal-Kaisers Caligula zum Stoff für sein erstes Drama machte. Dem Vernehmen nach ging es dem Autor darum, dessen leidenschaftlichen Drang nach dem Unmöglichen in seiner absoluten Maßlosigkeit darzustellen.
Die Welt von Heerführer Macbeth ist allzeit geschützt durch einen Körperscanner. Obwohl das Piepen niemanden zu interessieren scheint. Egal wer die zentral auf der Bühne stehende rollende Tür durchschreitet – es piept.
Was sollen das eigentlich für Leute gewesen sein, diese sogenannten Bohemiens, heute als so etwas wie Hipster verklärt? Giacomo Puccini setzte ihnen mit „La Bohème“ ein Denkmal. Auch in der bei der Premiere umjubelten Inszenierung an der Wuppertaler Oper ist der Plot geblieben: Offensichtlich pleite und ziemlich vergnügt hausen in dem zugigen Atelier Rudolfo (Iago Ramos) und seine Kumpels.
Als Philippine Bausch, von aller Welt „Pina“ genannt, im vergangenen Jahr für die meisten vollkommen überraschend und nach Meinung aller zu früh starb, wurde nach einem ersten Moment der Fassungslosigkeit sofort die Frage gestellt, wie es denn um „ihr Ensemble“, dem nach ihr benannten Tanztheater Wuppertal, bestellt sei.
Er misst etwa 40 Quadratmeter, hat eine variable Bühnengröße, bietet etwa 30 Sitzplätze,...
In Zeiten wie diesen ist es kaum vorstellbar, dass jemand ausschließlich von seiner Kunst leben kann. Wenn die Rede nicht von den bekannten Leuten aus der ersten Liga oder Gesichtsvermietern im Nirgendwo der Fernsehlandschaften ist. David J. Becher, gebürtiger und bekennender Wuppertaler, hat sich eher der Off-Szene, Subkultur und dem, was gemeinhin Kleinkunst genannt wird, verschrieben. In dieser Theaterwelt ist der 32Jährige eine feste Größe.
Als Johannes Weigand vor ungefähr anderthalb Jahren begann, Ideen für ein wie-auch-immer-geartetes...
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