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Schöner Sterben

FRAGEN DER ZEIT – Zukunft JETZT

POLITIK-LABOR – Ein Thema, drei Schwerpunkte: Aufmacher, Interviews, Europa-Artikel, Glosse und Lokaltexte aus Köln, Wuppertal und dem Ruhrgebiet

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Foto: konoplizkaya / Adobe Stock

Schöner Sterben / Mit allen gut

Mexikanische Verhältnisse in Deutschland? Werden wir bald zu Allerseelen zu den Klängen von Volksmusikkapellen an den Gräbern unserer Lieben picknicken und einander Zuckerguss-Totenköpfe schenken? In der Gewissheit, dass uns an diesem Tag die Verstorbenen besuchen? Nein, aber auch unser Verhältnis zum Sterben und zum Tod wandelt sich. Tabus wackeln, Angebote wachsen und Rituale individualisieren sich. Da ist der Anspruch selbst zu entscheiden, wann es vorbei sein soll mit dem eigenen Leben, wenn es in unheilbarer Krankheit nicht mehr lebenswert scheint. Da ist das Bemühen, Schmerzen und Leiden zu lindern und dem Abschiednehmen mehr Raum und Zeit zu geben. Allerhand Entscheidungen, die auf uns warten, vor denen wir uns drücken oder die wir bewusst und rechtzeitig annehmen können. Wird unser Bild von Sterben und Abschied gerade von Grund auf erschüttert, verliert der Tod an Schrecken?

Schöner Sterben / Mit allen gut

TEIL 1: Sterbehilfe

Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland spricht sich laut Umfragen für die aktive Sterbehilfe aus. Ein Wunsch, dem die Gesetzgebung in dieser Deutlichkeit offenbar nicht entspricht. Bei genauerem Hinsehen sind allerdings sehr unterschiedliche Arten der Sterbehilfe zu bewerten und zu ordnen. Die Frage ist umstritten, was unter strengen Auflagen zu erlauben sei, was unbedingt strafbewehrt zu verbieten. Wo beginnen und enden Recht und Unrecht in der Sterbehilfe?

Schöner Sterben / Mit allen gut
TEIL 2: Bestattung

Die immergleichen Rituale und Orte, die freilich Halt geben können, aber keineswegs zur individuellen Trauer passen müssen, ihr zuwiderlaufen können. Der Unwille, den Verbleib des eigenen Körpers und den gemeinsamen Abschied vom Toten von der Tradition vorgeben zu lassen, wächst offenbar, alternative Bestattungen erfahren vermehrte Nachfrage. Sind das Wege, den Tod zu einem selbstverständlichen Teil unseres Lebens zu machen, statt ihn außerhalb unseres Alltags in Ritualen zu verschließen?

Schöner Sterben / Mit allen gut
TEIL 3: Hospiz

Hospize sind Unorte. Wer setzt sich schon ohne drängenden Anlass mit den Orten des begleiteten Sterbens auseinander, besucht sie sogar? Anders als Krankenhäuser möchten Hospize ein Sterben in respektvoller Umgebung ermöglichen, fern vom Stationsstress und von piepsenden Apparaten, aber mit medizinischen Möglichkeiten, das Leiden zu lindern und die Hilfe dem Menschen anzupassen. Geht das Konzept in der Regel auf, ein Sterben und einen Abschied in Würde zu ermöglichen?

Hinweis: Wenn Sie depressiv sind oder Selbstmord-Gedanken haben, wenden Sie sich bitte umgehend an die Telefonseelsorge: im Internet unter www.telefonseelsorge.de oder unter der kostenlosen Hotline 0800-111 01 11 oder 0800-111 02 22. Hier helfen Ihnen Berater, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Ihre engels-Redaktion

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