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Fair handeln

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POLITIK-LABOR – Ein Thema, drei Schwerpunkte: Aufmacher, Interviews, Europa-Artikel, Glosse und Lokaltexte aus Köln, Wuppertal und dem Ruhrgebiet

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Foto: C. Schüßler / fotolia.com

Fair Handeln / Solidarische Haltungen
Intro

Handel als Beförderer von Wohlstand, Nationenannäherung und Frieden. Diese Hoffnungen verbanden sich mit dem 1947 beschlossenen, 1948 in Kraft getretenen Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT). Die Notwendigkeit eines verbindlichen, sogar völkerrechtlich bindenden Rahmens für weltweiten Handel begrüßen auch viele Menschen, die die konkreten Ausgestaltungen kritisieren, die jener rechtliche Rahmen bis heute erfahren hat. Die VerliererInnen der Weltwirtschaft stehen fest. Ihnen widmen sich die Berichte über die Verarmung ganzer Nationen, über Artensterben, Lebensraumverlust und Umweltverschmutzung, über das wachsende Gefälle zwischen Reich und Arm, zwischen Macht und Ohnmacht, über die Übernutzung der natürlichen Ressourcen oder über Flüchtlingsströme. Welche Entwicklungen sind bereits in Gang, welche sind wünschenswert? Wo haben wir die Möglichkeit, fair zu handeln?

Fair Handeln / Solidarische Haltungen
TEIL 1: Wandel durch Handel.

Wir beziehen Erdöl aus Diktaturen, unser Alltag wird von Elektronik bestimmt, deren Zutaten in Gestalt Seltener Erden unter menschenverachtenden Bedingungen gewonnen werden, wir reiben uns an Putins Russland auf, dessen Erdgas uns unverzichtbar scheint, indische Bauern vergiften sich mit Chemikalien, mit denen sie ‚unseren‘ Reis anbauen. Doppelmoral, Arroganz, Gleichgültigkeit, Zynismus sind die Schlagworte, wenn wirtschaftliche Interessen und Menschenrechte offen gegeneinander stehen. 

Fair Handeln / Solidarische Haltungen
TEIL 2: Hier handeln. 

Kaffee und Schokolade mit Gütesiegel für fairen Handel kennen wir längst. Hinzu kommen mittlerweile u.a. Kleidung, Elektroartikel und Reisen. Mit rund eineinhalb Milliarden Umsatz im Jahr 2016 ist das Volumen fair gehandelter Waren in Deutschland stetig gestiegen. Das Konzept leuchtet ein, die Warenkette zu kontrollieren und zu gewährleisten, dass alle Beteiligten angemessen am Umsatz beteiligt werden. 

Fair Handeln / Solidarische Haltungen
TEIL 3: Nutzen statt Kaufen 

Fast keine Ware in der Welt, die uns nicht zur Verfügung steht. Obstregale, die vor Südfrüchten überquellen, versetzen uns nicht in Staunen, stattdessen zweifeln wir an der Fähigkeit des Ladenpersonals, wenn die Bananenkiste leer ist, wenn Cherimoya, Rambutan oder Kiwano nicht wenigstens schon bestellt sind. Da sind die Güter, die wir ständig besitzen, doch allzu selten nutzen – allen voran das Auto. Ökologische und soziale Folgen liegen auf der Hand. Die Alternativen doch auch, eigentlich.

Ihre engels-Redaktion

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